Sicherer Schulweg
Maßnahmenpaket für sichere, gut erreichbare und klimafreundliche Schulwege in Frankfurt (Oder) und Słubice – zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem ÖPNV..
Kurzbeschreibung
Status: Prioritär
Laufzeit: n/a
Programm / Finanzierung: Verkehrssicherheitsprogramme
Federführende Stelle: Stadt Frankfurt (Oder), Gemeinde Słubice, in enger Zusammenarbeit mit Schulen, Polizei und Verkehrsunternehmen
Das Projekt „Sicherer Schulweg“ bündelt bauliche, organisatorische und digitale Maßnahmen, um Schulwege in der Doppelstadt sicherer, übersichtlicher und attraktiver zu machen. Es geht um sichere Querungen, übersichtliche Kreuzungen, gut einsehbare Wege, passende ÖPNV-Angebote und klare Regeln für alle Verkehrsteilnehmenden.
Im Zusammenspiel mit Intelligenter Verkehrssteuerung, FrankfurtMobilApp, Mobilitätsstationen und dem Smarten Fahrradroutennetz sollen Kinder und Jugendliche möglichst selbstständig, sicher und klimafreundlich zur Schule kommen können – zu jeder Tageszeit und in beiden Stadtteilen.
Ziele
- Erhöhung der objektiven und subjektiven Sicherheit auf Schulwegen.
- Reduktion von Unfällen und Beinahe-Unfällen im Umfeld von Schulen.
- Mehr Kinder, die zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zur Schule kommen.
- Stärkung des Sicherheitsbewusstseins bei allen Verkehrsteilnehmenden.
Zentrale Maßnahmen
- Systematische Erhebung und Kartierung der Schulwege und Gefahrenstellen (inkl. Online-Meldemöglichkeit).
- Priorisierung und Umsetzung baulicher Maßnahmen an den wichtigsten Knoten und Querungen.
- Abstimmung von Schulanfangszeiten, Bus-Takten und Ampelphasen (in Verbindung mit Intelligenter Verkehrssteuerung).
- Entwicklung von Schulwegplänen und digitalen Routenempfehlungen (Integration in FrankfurtMobilApp).
- Regelmäßige Schulweg-Aktionen (z. B. „Zu Fuß zur Schule“-Tage, Rad-Schulwege, Verkehrserziehung).
Ergebnisse und Kennzahlen
- Anzahl identifizierter und bearbeiteter Gefahrenstellen pro Schuljahr.
- Entwicklung der Unfallzahlen im Bereich Schulwege (Basisjahr 2025).
- Anteil der Schülerinnen und Schüler, die aktiv (zu Fuß/Rad) oder mit ÖPNV zur Schule kommen.
- Rückmeldungen aus Befragungen von Schulen, Eltern und Kindern zur Sicherheitsempfindung.
Zeitplan
Schwerpunkte & Maßnahmenfelder
Räumliche Schwerpunkte
Fokus sind Einzugsgebiete der Schulen beider Stadtteile: Zuwege, Kreuzungen, Haltestellen und gefährliche Stellen („Schwachstellen“) auf den täglichen Routen der Schülerinnen und Schüler. Besondere Aufmerksamkeit gilt Übergängen über große Straßen, Brücken und Knoten mit hohem Verkehrsaufkommen.
Bauliche & organisatorische Maßnahmen
- Verbesserung von Querungshilfen (Zebrastreifen, Mittelinseln, Ampeln) an kritischen Stellen.
- Verkehrsberuhigung in Schulumfeldern (Tempo-30-Zonen, Einbahnstraßenlösungen, „Kiss-and-Ride“-Zonen).
- Ausbau von Gehwegen und sicheren Radverbindungen zu Schulen, inkl. Beleuchtung.
- Überprüfung und Anpassung der ÖPNV-Haltestellenlage und Takte im Schulverkehr.
Kommunikation & Beteiligung
- Schulweg-Checks mit Kindern, Eltern, Schulen und Polizei.
- Informationskampagnen für Autofahrende (Rücksicht, Tempo, Parkverhalten im Schulumfeld).
- Einbindung von Elternvertretungen und Jugendgremien in die Priorisierung von Maßnahmen.
Digitaltage 2025 & Innovathon
Hinweise aus dem Forum
- Sicherheit auf Schulwegen wurde als eines der wichtigsten Themen für Familien hervorgehoben.
- Gewünscht werden gut beleuchtete Wege, übersichtliche Kreuzungen und klar markierte Übergänge.
- Eltern wünschen sich transparente Informationen: Wo sind Maßnahmen geplant, wo schon umgesetzt?
Hinweise vom Innovathon
- Kinder und Jugendliche betonen, dass Technik (z. B. intelligente Ampeln) allein nicht reicht – das Verhalten im Straßenverkehr muss sich ebenfalls ändern.
- Vorschläge umfassten u. a. Notfallsäulen, „Aufmerksamkeitszonen“ vor Schulen und klarere Markierungen auf der Fahrbahn.
- Idee: Schulweg-Funktionen in der App (Hinweise zu unsicheren Stellen, Meldemöglichkeit, Routenempfehlungen), kombiniert mit Intelligenter Verkehrssteuerung.
Verknüpfungen mit anderen Projekten
- Enge Kopplung an „Intelligente Verkehrssteuerung“ (Ampelphasen, Temporeduzierung, Datenbasis).
- Verknüpfung mit FrankfurtMobilApp (Schulweg-Routen, Hinweise, Meldungen).
- Nutzt Infrastruktur aus „Smartes Fahrradroutennetz“ und „Mobilitätsstationen“ (sichere Radwege, Abstellanlagen).
- Beitrag zu Bildungsprojekten (z. B. Verkehrserziehung, Kinder- und Jugendlichenuniversität, Digitaltage).