Mobilitätsstationen
Aufbau und Weiterentwicklung vernetzter Mobilitätsstationen als Knotenpunkte zwischen ÖPNV, Fahrrad, E-Scooter und Fußverkehr in der europäischen Doppelstadt.
Kurzbeschreibung
Status: Prioritär
Laufzeit: ab Q3 2025
Programm / Finanzierung: Interreg VI A "Mobile Doppelstadt" (Ideenentwicklung)
Federführende Stelle: Stadt Frankfurt (Oder)
Mobilitätsstationen bündeln ÖPNV-Angebote, Fahrrad- und E-Scooter-Sharing, sichere Abstellanlagen und digitale Informationen an gut erreichbaren Punkten der Doppelstadt. Sie erleichtern den Umstieg zwischen Verkehrsmitteln und machen klimafreundliche Mobilität im Alltag einfacher nutzbar.
Das Projekt entwickelt bestehende Stationen weiter und ergänzt neue Standorte, abgestimmt auf das „Smarte Fahrradroutennetz“ und wichtige Zielorte wie Schulen, Haltestellen, P+R-Flächen und große Arbeitsstätten. Gleichzeitig werden digitale Dienste, Ladeinfrastruktur und Serviceangebote ausgebaut.
Standorte & Ausstattung
Mobilitätsstationen befinden sich bzw. sind geplant an ÖPNV-Knoten, Schulstandorten, wichtigen Umsteigepunkten und P+R-Flächen am Stadtrand. Die Ausrichtung folgt dem „Smarten Fahrradroutennetz“ und schafft verlässliche Umstiegspunkte zwischen Fahrrad, Roller und ÖPNV.
Ausstattung (Zielbild)
- Sichere Fahrrad- und Rollerabstellanlagen (teilweise überdacht, mit Fahrradboxen / „Fahrradparkhäusern“).
- Sharing-Angebote (E-Scooter, ggf. Leihräder) mit verlässlicher Verfügbarkeit und klar gekennzeichneten Stellflächen.
- E-Ladesäulen für Fahrräder, Roller und ggf. PKW an ausgewählten Stationen.
- Digitale Information: Echtzeit-ÖPNV, Routenvorschläge, Hinweise zur Mitnahme von Rädern/Rollern im ÖPNV.
Ziele
- Umstieg zwischen ÖPNV, Fahrrad und Sharing-Angeboten deutlich vereinfachen.
- Mikromobilität (Fahrrad, E-Scooter) als Ergänzung zum ÖPNV stärken.
- Verkehr in der Innenstadt entlasten (weniger Kurzstrecken mit dem Auto, besser genutzte P+R-Angebote).
- Aufenthaltsqualität und Sicherheit an Haltestellen und Mobilitätsknoten erhöhen.
Ergebnisse und Kennzahlen
- Anzahl eingerichteter Mobilitätsstationen bis 2026 (bestehend + neu).
- Anzahl Stationen mit E-Ladeinfrastruktur und sicheren Abstellanlagen.
- Nutzungsdaten: Umstiege, Sharing-Nutzung, Belegung von Stellflächen (soweit erfassbar).
- Rückmeldungen aus Digitaltagen, Innovathon und laufender Beteiligung (Qualität, Sicherheit, Komfort)
Zentrale Maßnahmen
- Analyse bestehender Stationen und Definition eines Doppelstadt-weiten Netzes von Mobilitätsstationen.
- Anpassung der Stationen an das „Smarte Fahrradroutennetz“ (z.B. Lage der Stellflächen, Wegweisung).
- Ausbau der E-Ladeinfrastruktur an ausgewählten Stationen.
- Verbesserung der digitalen Zugänge: App-Integration, einfachere Bedienung, bessere Informationen zum Sharing.
- Erprobung neuer Komfortelemente (WLAN, Sitzgelegenheiten, Unterstände, Lademöglichkeiten) an Pilotstationen.
Zeitplan
Digitaltage 2025 & Innovathon
Hinweise aus dem Forum
- Teile des Konzepts sind bereits umgesetzt, es besteht jedoch weiterer Verbesserungsbedarf.
- Spontanes Ausleihen von Rollern funktioniert nicht zuverlässig: teils keine Roller an den Stationen, teils zu aufwändige oder fehlerhafte App-Bedienung.
- Mobilitätsstationen müssen konsequent an das „Smarte Fahrradroutennetz“ angebunden und entsprechend angepasst werden.
- Ausstattung der Stationen mit E-Ladesäulen für Fahrräder, Roller und ggf. PKW ist wichtig.
Hinweise vom Innovathon
- Wartebereiche an Mobilitätsstationen mit WLAN, Sitzflächen, Unterstellmöglichkeiten und Handylademöglichkeiten ausstatten.
- Notfallknöpfe bzw. Notfallsäulen an ausgewählten Stationen vorsehen.
- Optional: „Musikboxen“ bzw. sanfte Audioangebote, um Wartezeiten angenehmer zu gestalten (unter Berücksichtigung der Umgebung).
- Bessere Kommunikation mit Nutzer:innen zu Regeln (z.B. korrektes Abstellen von Rädern/Rollern).
- Verbesserte Abstimmung zwischen Dritt-Anbietern (Sharing-Betreiber) und der Stadt bezüglich Bedarfen und Verteilung der Fahrzeuge.
Verknüpfungen mit anderen Projekten
- Enge Kopplung an das Projekt „Smartes Fahrradroutennetz“ (Routenführung, sichere Abstellflächen).
- Ideenentwicklung im Rahmen von „Mobile Doppelstadt“ (Interreg VI A).
- Nutzung von Daten aus dem „SmartDoubleDataCenter“ (Verkehrsdaten, Auslastung, ggf. Echtzeit-Infos).
- Abstimmung mit Projekten zur "Sicherer Schulweg" und zu Digitaltagen / Innovathon-Formaten.