Intelligente Verkehrssteuerung
Datenbasierte, intelligente Steuerung des Verkehrs in Frankfurt (Oder) und Słubice zur Verbesserung von Fluss, Sicherheit – insbesondere auf Schulwegen – und Klimabilanz.
Kurzbeschreibung
Status: Prioritär
Laufzeit: laufend
Programm / Finanzierung: Landesprogramme
Federführende Stelle: Stadt Frankfurt (Oder)
Das Projekt „Intelligente Verkehrssteuerung“ baut ein Netz aus Zählstellen, Sensorik und digitalen Steuerungslogiken auf, um Verkehr in der Doppelstadt dynamisch und sicherer zu steuern. Ampeln, Geschwindigkeitsanzeigen und Hinweise werden an aktuelle Verkehrslagen angepasst – mit besonderem Fokus auf Schulwege, Kreuzungen und stark belastete Achsen.
Echtzeitdaten helfen, Staus zu vermeiden, Durchgangsverkehr zu reduzieren und sichere Wege für zu Fuß Gehende, Radfahrende und den ÖPNV zu schaffen. Perspektivisch werden diese Informationen auch in der FrankfurtMobilApp sichtbar, um das „günstigste“ Verkehrsmittel für eine Route vorzuschlagen.
Standorte & Ausstattung
Fokus liegt auf Schulwegen, zentralen Kreuzungen, Brückenachsen, Zufahrten zur Innenstadt und wichtigen ÖPNV-Knoten. Ergänzend werden Wohngebiete mit hoher Verkehrsdichte und Konfliktbereichen (z. B. „Schleichwege“) betrachtet.
Intelligente Steuerungsbausteine
- Adaptive Ampelsteuerung auf Basis von Echtzeitdaten (z. B. Verkehrsdichte, Tageszeit, Schulzeiten).
- Dynamische Geschwindigkeitsanzeigen und Zuflussregelung an belasteten Achsen.
- Priorisierung von ÖPNV und sicheren Querungen für zu Fuß Gehende und Radfahrende.
- Verknüpfung von Verkehrsdaten mit Schulwegsicherheit (z. B. kritische Zeitfenster, Kreuzungen, Umleitungen).
Datenquellen und Beispiele
Auswertung von Zählstellen, Sensorik an Lichtsignalanlagen, Floating Car Data und weiteren Quellen. Als Referenz dienen u. a. Beispiele aus anderen Städten (z. B. Brüssel mit Zählstationen an Privatgebäuden im Rahmen von „Good Move“), angepasst an die Rahmenbedingungen der Doppelstadt.
Ziele der intelligenten Verkehrssteuerung
- Verbesserung der Verkehrssicherheit, insbesondere auf Schulwegen.
- Reduktion von Staus und Durchgangsverkehr in sensiblen Bereichen.
- Unterstützung klimafreundlicher Verkehrsmittel durch intelligente Bevorrechtigung.
- Aufbau einer belastbaren Datenbasis für Verkehrsplanung und -kommunikation.
Zentrale Maßnahmen
- Bestandsaufnahme und Priorisierung von Knotenpunkten und Schulwegabschnitten.
- Installation und Ausbau von Zählstellen und Sensorik im Straßenraum.
- Einführung adaptiver Steuerungslogiken für Ampeln und Hinweis-Systeme.
- Testphasen mit enger Begleitung durch Schulen, Elternvertretungen und Polizei.
- Schrittweise Integration der Daten in FrankfurtMobilApp (Anzeige von Auslastung, optimalen Routen, Hinweisen).
Ergebnisse und Kennzahlen
- Anzahl der mit intelligenter Steuerung ausgestatteten Knoten / Ampelanlagen.
- Veränderung von Unfallzahlen an Schulwegen (Basisjahr 2024).
- Messbare Reduktion von Reisezeiten und Staus auf definierten Achsen.
- Anteil der Schulwege, für die spezifische Steuerungslogiken eingespielt sind.
Zeitplan
Digitaltage 2025 & Innovathon
Hinweise aus dem Forum
- Die Ergebnisse der Verkehrssteuerung sollen in der App sichtbar sein, damit je nach Verkehrsaufkommen das „günstigste“ Verkehrsmittel gewählt werden kann.
- Arbeit mit Echtzeitdaten ist entscheidend: Staus, hohe Belastungen und Störungen müssen zeitnah erfasst und berücksichtigt werden.
- Verweis auf Beispiele aus anderen Städten (z. B. Brüssel mit Zählstationen an Privatgebäuden im Rahmen von „Good Move“) als Inspiration für Datengewinnung und Steuerungslogik..
Hinweise vom Innovathon
- Verbesserung der Sicherheit durch intelligente Verkehrssteuerung insbesondere auf Schulwegen (z. B. Anpassung von Ampelphasen zu Schulbeginn und -ende, Temporeduzierung).
- Berücksichtigung von Schulwegen bei der Priorisierung von Knotenpunkten und beim Roll-out der Technik.
- Transparente Kommunikation gegenüber Kindern, Eltern und Schulen, wo und wie intelligente Steuerung bereits aktiv ist.
- Wartebereiche an Mobilitätsstationen mit WLAN, Sitzflächen, Unterstellmöglichkeiten und Handylademöglichkeiten ausstatten.
Verknüpfungen mit anderen Projekten
- Datengrundlage und Steuerungsinformationen für die FrankfurtMobilApp (Anzeige von Verkehrslage, empfohlenen Routen).
- Enge Verknüpfung mit dem Projekt „Smartes Fahrradroutennetz“ (Sicherheit und Priorisierung für Radverkehr).
- Zusammenspiel mit „Mobilitätsstationen“ (Zuflussregelung, sichere Querungen und Erreichbarkeit).
- Nutzung und Bereitstellung von Daten für das SmartDoubleDataCenter und das GIS-Portal.