Handlungsfeld: Mobilitätswende in der Doppelstadt

Smartes Fahrradroutennetz, Mobilitätsstationen, FrankfurtMobil-App, Intelligente Verkehrssteuerung


Zentrale Aussagen

  • Die vier Mobilitätsprojekte funktionieren nur im Verbund – sie müssen gemeinsam umgesetzt werden, um Synergien zu entfalten.
  • Übergänge zwischen Rad, Roller und ÖPNV sollen „fließend“ sein (Mitnahme im ÖPNV, P+R-Flächen mit Mobilitätsstationen, gute Abstellanlagen).
  • Ein systematisches, sternförmiges Fahrradroutennetz ins Zentrum wurde ebenso gefordert wie smarte Beleuchtung und sichere Schulwege.
  • Ticket- und Taktstrukturen müssen flexibler und attraktiver werden; neue Direktverbindungen und besser abgestimmte Fahrpläne sind notwendig.

Herausforderungen

  • Parkplätze in der Innenstadt sind zu günstig – dies schwächt den Umstieg auf nachhaltige Mobilität.
  • App-Lösungen sollen Single-Sign-On, Echtzeitdaten, Ticketbuchung, Fahrgemeinschaftsprofile und einen Mängelmelder bieten.
  • Gefordert wurden smarter Rufbus, Push-Benachrichtigungen bei Ausfällen und sichtbare QR-Codes im Stadtraum.
  • Jugendliche betonten: smarte Projekte sind sinnvoll, aber strukturelle Rahmenbedingungen (Takte, Sicherheit, Tarife) müssen zuerst verbessert werden.

Hinweise aus dem Forum / Innovathon

Aus den Digitaltagen und dem Innovathon wurde deutlich, dass die vier Mobilitätsprojekte dieser Gruppe – smartes Fahrradroutennetz, Mobilitätsstationen, FrankfurtMobilApp und intelligente Verkehrssteuerung – nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie gemeinsam umgesetzt werden und gezielt Synergien nutzen.

  • Rahmenbedingungen sind entscheidend: attraktive und flexible Tickettarife, neue direkte Verbindungen (Bus/Tram) und bessere Taktungen.
  • Besonders genannt wurden zusätzliche Linien und Verbindungen West–Süd, Süd–Nord sowie West–Nord (u.a. für neue Wohngebiete im Norden).
  • Zu Stoßzeiten sind häufig überfüllte Busse unterwegs; hier wurden dichtere Takte (z. B. mehrere Busse im 5–7-Minuten-Abstand) angeregt.
  • Takte und Anschlüsse müssen besser aufeinander abgestimmt werden (z. B. Nachtbus wartet auf verspätete Züge), um lange Wartezeiten zu vermeiden.
  • Sicherheit ist ein zentrales Bedürfnis: bessere Beleuchtung, Notfallsäulen und mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.
  • Die Rückmeldung vieler Jugendlicher: Smarte Projekte sind sinnvoll, aber die strukturellen Rahmenbedingungen (Angebot, Takte, Sicherheit) müssen zuerst geschaffen oder verbessert werden

Prioritäre Projekte

 

Entwicklung von Mobilitätsstationen als Knotenpunkte zwischen Bus, Bahn, Fahrrad, Sharing-Angeboten und Fußverkehr – mit Fokus auf grenzüberschreitende Verknüpfung.

 

Entwicklung einer zentralen Mobilitäts-App für die Doppelstadt, die Fahrpläne, Echtzeitdaten, Routing für Rad, ÖPNV und Fußverkehr sowie Informationen zu Mobilitätsstationen bündelt.

 

Nutzung von Verkehrs- und Sensordaten zur dynamischen Steuerung von Lichtsignalanlagen und Verkehrsflüssen, um Staus zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.


Teilnehmende Digitaltage 2025